(c) Maximilian Pramatarov
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Die Choreografin Ulduz Ahmadzadeh und der Szenograf Till Krappmann beforschen und bearbeiten in ihren gemeinsamen Arbeiten für die ATASH عطش contemporary dance company alte vorislamische und häufig verbotene, indigenen Tänze des Persischen Plateaus und übertragen sie in zeitgenössische, künstlerische Kontexte.
Auf der Suche nach transkulturellen Tanzverwandtschaften begeben sie sich mit 'ZĀĀR' auf eine Reise von der persisch-arabischen Golfregion bis zum afrikanischen Kontinent. Sie bewegen sich auf den Spuren des Zar-Kultes, der von der Vorstellung geprägt ist, dass Geister in der Lage sind, als Winde in den menschlichen Körper zu dringen und dabei psychisches oder physisches Leiden hervorzurufen. Die Zar-Geister können nur durch Rhythmen, Trancezustände und Opfergaben unter der Leitung einer Mama oder Baba Zār in Begleitung von Zār-Töchtern 'herausgetanzt' werden. ZĀĀR aktualisiert die mystische Kraft des Zār-Kultes und seiner Heilrituale als transformativen, ekstatischen Tanztrip, in dem menschliche Ängste, Sehnsüchte und Resilienz einen Raum finden, um kollektiv durchlebt zu werden.
Das Stück rekonstruiert und reinterpretiert die unterrepräsentierten Tanztraditionen und Wissenssysteme Südwestasiens und lässt sich musikalisch von Melodiepartikeln aus Strawinskys 'Le Sacre du Printemps' inspirieren. Mit dieser in ihrer Komplexität und Präzision anspruchsvollen Choreografie reagiert Ulduz Ahmadzadeh auf eine Ära, in der sich das Vokabular des zeitgenössischen Tanzes einer stetigen Hybridisierung unterzieht, ohne dabei koloniale Dynamiken außer Acht zu lassen.
Ulduz Ahmadzadeh ist Choreografin, Tänzerin, Forscherin und künstlerische Co-Direktorin der ATASH عطش contemporary dance company. Ihre künstlerische Arbeit bricht mit westlichen Ästhetiken, entwickelt eine eigene zeitgenössische Tanzsprache, die von südwestasiatischen Traditionen beeinflusst ist, und thematisiert sozialpolitische Fragen sowie kulturelle Hierarchien. Gemeinsam mit dem künstlerischen Co-Direktor und Szenografen Till Jasper Krappmann agiert sie an der Schnittstelle von Tanz, Performance, Video, Installation, Dokumentation und Aktivismus. Ihre Aufführungen touren international.
Künstlerische Co-Leitung & Choreografie Ulduz Ahmadzadeh Künstlerische Co-Leitung & Szenografie Till Jasper Krappmann Rekomposition & Sounddesign turf + surf (Paul Kotal & Han-Gyeol Lie) Tanz & Choreografie Desi Bonato, Naline Ferraz, Luca Major, Livia Khazanehdari, Adela Maharani Lichtdesign Benjamin Maier
Eine Koproduktion von ATASH عطش contemporary dance company und Tanzquartier Wien.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien, des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport und die SKE austromechana.
Mit Dank an brut Wien.
Ulduz Ahmadzadeh ist Choreografin, Tänzerin, Forscherin und künstlerische Co-Direktorin der ATASH عطش contemporary dance company. Ihre künstlerische Arbeit bricht mit westlichen Ästhetiken, entwickelt eine eigene zeitgenössische Tanzsprache, die von südwestasiatischen Traditionen beeinflusst ist, und thematisiert sozialpolitische Fragen sowie kulturelle Hierarchien. Gemeinsam mit dem künstlerischen Co-Direktor und Szenografen Till Jasper Krappmann agiert sie an der Schnittstelle von Tanz, Performance, Video, Installation, Dokumentation und Aktivismus. Ihre Aufführungen touren international.